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Mittwoch, 19. September 2018
Euro 2018 » Immer was Neues in den Klassikern...
Euro 2018

12.07.2018 - 21:57 von Julia Mätzkow


Von 20.00 bis 21.00 Uhr hielt Bundestrainer GM Dorian Rogozenco am Donnerstag einen Vortrag über den einzigen Deutschen Schachweltmeister Emanuel Lasker, der bis dato (und vielleicht für immer?) den Rekord für die längste Zeit als Weltmeister hält.
Vor allem die Deutschen U18 Mannschaften waren zahlreich anwesend und lauschten den Ausführungen des Bundestrainers. „Mir ist klar, dass ihr zwar wisst, dass die Klassiker wichtig sind, doch es spielt in vielen Trainingsplänen eine zu geringe Rolle“ Immer wieder könne man Neues entdecken, auch bei wiederholtem Anschauen von Partien des ehemaligen Weltmeisters. Rogozenco präsentierte diverse Partiebeispiele von Lasker, zu denen er seine Meinung über den Weltmeister und dessen Spielstil erläuterte. „Für mich ist Lasker ein großer Taktiker gewesen, auf den viele neue Ideen zurückzuführen sind.“ war Rogozenco voll des Lobes für Lasker. Dorian ist ein großer Fan der Schachhistorie und der ehemaligen Weltmeister, diese Begeisterung, gepaart mit lehrreichen Analysen machten das Seminar zu einem vollen Erfolg.
Morgen zur selben Zeit wird dann Dr. Michael Negele den Fokus auf die schachhistorischen Aspekte des deutschen Weltmeisters legen.

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Euro 2018 » Viel Spannung am ersten Tag
Euro 2018

12.07.2018 - 21:08 von Jonathan Carlstedt


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Die 1. Runde der European Youth Team Chess Championship (EYTCC) ist Geschichte. Doch wer beim Auftakt mit vielen sicheren Siegen der vermeintlichen Favoriten rechnete, wurde getäuscht. Vor allem in der U18, wo alle Mannschaften bis auf die Türkei mehr oder weniger auf einem Level sind, gab es viel Kampfschach zu sehen. Und selbst die türkische Mannschaft verkaufte sich gegen Deutschland 3 sehr teuer. So musste Alexander Rieß an Brett 2 mit Schwarz bereits früh ins Remis abwickeln. Da der Gegner mit Weiß gegen Rieß Grünfeldinder nicht mehr versuchte, als die Punkteteilung zu erreichen. An Brett 1 zeichnete sich eine spannende Partie ab, in der Halit Kann Kesgin mit einem frühen Vorstoß f5-f4 Luis Engel und seinen Engländer in große Bedrängnis brachte.

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Zwischendurch sah Kesgin bereits wie der sichere Sieger aus, doch Luis rettete sich noch in die Punkteteilung. Also musste an den beiden hinteren Brettern gepunktet werden. Jakob Pajeken erfüllte diese Aufgabe, auch weil sein Gegner Asim Turan sich theoretisch nicht fit zeigte und ein bekanntes Läuferopfer auf h7 im Londoner System zuließ. Auch an Brett 4 blieb Deutschland, durch Daniel Kopylov vertreten, erfolgreich und so stand hier am Ende ein 3-1. Besondere Aufmerksamkeit zog das Match an Tisch 1 auf sich, wo sich Deutschland 1 mit Deutschland 2 duellierte. Das 1-0 besorgte, der Grenke-Open-Sieger, Vincent Keymer an Brett 2 gegen Valentin Buckels. Wer das schon als die Vorentscheidung betrachtete lag falsch. Denn Roven Vogel (wie Vincent Deutschland 1) kam mit Weiß nicht sonderlich gut aus der Eröffnung heraus und musste selber um Ausgleich kämpfen...am Ende stand das Remis.
Julian Martin (Deutschland 1) an Brett 3 nahm gegen Konstantin Urban einen Bauern mit, der sich dafür einen Angriff gegen den kurz rochierten weißen Monarchen erhoffte. Ob dies korrekt war oder nicht, darüber kann sich jeder seine eigene Meinung bilden, am Ende blieb Konstantin auf jeden Fall erfolgreich. Der Stand also 1.5:1.5
Und auch an 4 war die Partie zwischen Raphael Lagunow (Deutschland 1) und Jonas Roseneck alles andere als klar. Jonas führte die weißen Steine und kam in einer Marozcy-Struktur zu einer sehr angenehmen Stellung. Doch Raphael erreichte nach gutem Spiel eine leicht bessere Stellung, die er wieder vergab und die Jonas letztendlich zum Sieg führen konnte. Eine große Überraschung der 2,5-Sieg von Deutschland 2!
Aber auch die anderen Begegnungen waren von Spannung geprägt so konnte sich Ungarn mit 2,5-Siegen gegen Dänemark durchsetzen. Auch Polen, Österreich und Rumänien blieben in ihren Begegnungen erfolgreich.
In der U18 weiblich gab es ebenfalls die Begegnung zweier Deutscher Mannschaften Deutschland 1 gegen Deutschland 3 lautete hier das Duell.


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Dabei sollte erwähnt sein, dass in den Mädchen-Wettbewerben jeweils nur 2 Spielerinnen eine Mannschaft bilden. Deutschland 1 wird vertreten durch Fiona Sieber und Jana Schneider. Fiona gewann eine gut geführte Angriffspartie, die sie trotz getauschter Damen und wenig Zeit auf der Uhr zu einem erfolgreichen Ende gegen Ann-Marie Mütsch brachte. Das Gleiche gilt für die Partie zwischen Antonia Ziegenfuss und Jana. Hier war jedoch die Favoritin Jana, diejenige die sich einem starken Angriff ausgesetzt sah und am Ende die Segel streichen musste.
Deutschland 3 musste gegen die Slowakei ran, hier machte eine nicht ganz zufriedene Teodora Rogozenco mit Schwarz Remis, während ihre Teamkollegin Lara Schulze am ersten Brett mit Weiß gewinnen konnte und dem Team somit zum Sieg verhalf.
Am letzten Brett war Deutschland nicht ganz so erfolgreich. Deutschland 4, bestehend aus Jacqueline Kobald und Vitalia Khamenya, bildet in der Setzliste das Schlusslicht. Die beiden sehr talentierten Damen werden aber mit Sicherheit noch viele Punkte sammeln.
Nicht nur Deutschland 1 hatte Probleme, auch die Favoritinnen aus Serbien kamen gegen Kroatien (herzlichen Glückwunsch zur WM-Finalteilnahme) nicht über ein 1-1 hinaus. Souverän hingegen die polnische Mannschaft, die zu einem 2-0 gegen Tschechien kamen.
Bei den Jüngeren war es ähnlich spannend. Zuerst ist zu sagen, dass Matteo Metzdorf (Deutschland 1) aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten konnte, wir hoffen sehr, dass er bald wieder so fit ist ins Turnier einsteigen zu können und wünsche ihm ganz herzlich gute und schnelle Genesung. Die zweite 0 fuhr Leonardo Costa ein und auch an Brett 1 hatte Franziskus Leopold Wagner gegen seinen israelischen Gegner zu kämpfen, doch er konnte das Blatt wenden und gewann, genau wie Jeremy Hommer, der zum 2:2 vollendete, was für ein Comeback des jungen Teams!
Die U12 Open sah ebenfalls ein deutsch-deutsches Duell zwischen der zweiten (aber nominell stärksten) deutschen Mannschaft und Deutschland 3. Dabei hatte Nikita Schubert am letzten Brett gegen Magnus Ermitsch eine schwere Zeit, wie durch ein Wunder, zumindest für den Zuschauer, konnte Nikita die Partie noch gewinnen..

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Als Team gewinnt man und verliert man zusammen. Seine Mannschaftskollegen machten diesem Motto alle Ehre und brachten das Duell mit 3 Siegen nach Hause.

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Die starken Ungarn konnten sich klar gegen Tschechien durchsetzen, während die türkische Mannschaft den überlegenen Franzosen einen harten Kampf lieferten und am Ende mit 2,5:1,5 gewannen.
In der U12 weiblich gehen insgesamt 6 Mannschaften an den Start, Deutschland 3 konnte dank eines Sieger von Margarete Wagner gegen Tschechien ein Unentschieden erreichen. Das innerdeutsche Duell zwischen Deutschland 1 und 2 endete 1,5 : 0,5 für Deutschland 1. Außerdem musst sich nach langem Kampf Frankreich gegen die starken Ungarn geschlagen geben.
Morgen steht für beide U 12-Turniere eine Doppelrunde an, das heißt früh schlafen gehen um morgen fit zu sein für die eigene Mannschaft 4 Mannschaftspunkte zu sammeln.
Wir freuen uns über einen gelungenen ersten Tag und gehen voller Vorfreude in die kommende Woche!
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Euro 2018 » „Welcome to Bad Blankenburg!“
Euro 2018

12.07.2018 - 16:02 von Jonathan Carlstedt


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„Herzlich Willkommen in Bad Blankenburg!“ hieß es bei der Eröffnungsfeier.
Die 150 Spielerinnen und Spieler wurden erst von Dr. Marcus Fenner (DSB-Geschäftsführer) herzlichst auf ein faires Turnier eingeladen, und dann vom Staat Thüringen, vertreten durch Frau Gabi Ohler., die den 150. Geburtstag von Emanuel Lasker zum Anlass nahm, auf die Wichtigkeit und die Vorzüge des Schachsports hinzuweisen. Sie möchte den Schachsport und die damit verbundene Unterstützung des Freistaates Thüringen in Zukunft weiterführen und vertiefen, da Schach mehr als nur ein Sport sei. Es bringt kluge Köpfe hervor, die Staatssekretärin Ohler, untermauert durch einen interessanten Werbefilm für das Bildungsland Thüringen, in ihr Bundesland zum Studieren und Leben einlud. Herr Johann Pöcksteiner vom ECU freute sich sehr, dass das Turnier hier in Bad Blankenburg ausgerichtet wird. In diesem Zusammenhang dankte er dem Bundesnachwuchstrainer für sein Engagement das Event nach Deutschland geholt zu haben. Danach nahm der Geschäftsführer des Hotels, Herr Müller, alle Spieler mit herzlichen Worten in seine schöne Sportstätte auf und versicherte den Teilnehmern alles für das Wohlbefinden seiner Gäste zu tun. Auch er bekräftigte die Verbindung seines Hauses zum Schach und freut sich auf viele weitere mögliche Schachveranstaltungen. Abschließend wies der Hauptschiedsrichter Klaus Deventer auf Neuerung der Spielregularien hin und betonte nochmals das Verbot von mitgebrachten Stiften und Uhren im Spielsaal. Auf seine Worte hin, konnten die Spieler nun endlich in den Spielsaal. Alle freuten sich die erste Runde beginnen zu können. Auch die Trainer sind gespannt und wollen sehen, ob ihre Vorbereitungen gut genug sind, um gegen die starken Gegner zu bestehen. Kein Team ist nur zum Spaß hier. Die Konkurrenz ist groß und jedes Team weiß genau, dass es jetzt um den Titel geht.


Vor 30 min wurden die Bretter freigegeben. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein. Kann Deutschland I seinen Titel verteidigen? Der Bundestrainer Bernd Vökler, der gleichzeitig Hauptturnierorganisator ist und das Event nach Deutschland holte, hofft auf 2 Titel. Der Druck ist hoch. Werden sie es schaffen?

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Euro 2018 » Es geht los!
Euro 2018

11.07.2018 - 23:27 von Jonathan Carlstedt


Inzwischen sind (fast) alle Föderationen im schönen Bad Blankenburg angekommen. Mit viel Vorfreude und starken Trainern im Gepäck gehen die Nationen aus ganz Europa in der U12, U12 weiblich, U18 und U18 weiblich an den Start und kämpfen um den Titel des Europameisters. Bevor das allerdings losgehen kann, gab es heute Abend, am 11.7.2018 noch einiges zu besprechen. Deshalb luden Turnierdirektor Bernd Vökler und Hauptschiedsrichter Klaus Deventer zum „Captains Meeting“ ein, wo alle Fragen diskutiert worden sind.

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Dabei war die Bedenkzeit (90 Minuten für 40 Züge und 30 Minuten für den Rest + 30 Sekunden pro Zug ab Zug 1) noch relativ klar. Genau wie der Umstand, dass die ersten 10 Minuten Fotos gemacht werden dürfen und neben, Handys und Laptops auch Uhren und eigene Stifte verboten sind. Bei den Fragen der U-12 gab es dann mehr Gesprächsstoff. Nach dem Motto „aller Anfang ist schwer“ haben im U12 Open 9 Teams und im U12 weiblich 6 Teams angemeldet. Damit ist ein vernünftiges Schweizer System nicht durchführbar. Nach einigen Diskussionen einigten sich die Kapitäne der betroffenen Länder darauf, die U12 Open in einem einfachen Rundensystem zu spielen und die U12 weiblich in einem doppelrundigen Rundenturnier auszutragen. So ist sicher gestellt, dass alle Spieler viele Partien bekommen, um sich auf internationaler Bühne beweisen zu können, aber auch wichtige Erfahrung zu sammeln.
Für die außerschachlichen Aktivitäten ist ebenfalls gesorgt, wie Bernd Vökler erläuterte. Denn neben diversen Fußball-Felder stehen auch Fitnessraum und Schwimmbad zur Verfügung.
Auch für das leibliche Wohl ist in der Landessportschule Bad Blankenburg gesorgt. Die Leitung des Hauses war sogar so umsichtig den Essenplan auf allen Landessprachen zur Verfügung zu stellen, sodass sich jeder wie zuhause fühlen kann.
So ist für das Wohl der Spieler für ausreichend Wasser, Apfelschorle und Verpflegung im Turniersaal gesorgt. Nach der Runde gibt es dann noch einen Vortrag von Bundestrainer Dorian Rogozenco zum Thema Lasker. Wir, die Organisatoren, Spieler, Trainer und Begleitpersonen sind bereit in das Turnier zu starten und eine spannende Woche bei der European Youth Team Chess Championship zu verbringen.
Während also die Teilnehmer am Jugendturnier noch einen Tag Entspannung haben, musste eine Gruppe Jugendlicher unter der Leitung von Sergej Galdunts bereits ans Eingemachte und absolvierte ein mehrstündiges Training. Eine zukünftige Mannschaft für eine Jugend-EM wächst hier heran und viele von den Teilnehmern werden die deutschen Farben im Sommer und Herbst bei Europa und Weltmeisterschaften vertreten.

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Euro 2018 » EYTCC-Teilnehmer Nikita Schubert im Interview ...
Euro 2018

11.07.2018 - 19:07 von Jonathan Carlstedt


Die Fragen stellte IM Jonathan Carlstedt

Frage: Nikita, du bist der deutschen Schachöffentlichkeit bei der letzten Deutschen Jugend Einzelmeisterschaft bekannt geworden, als du in der U12 Vizemeister mit nur einem halben Buchholzpunkt Rückstand auf den Deutschen Meister, geworden bist. Erzähl uns ein wenig über dich und deine bisherige schachliche Laufbahn.

Antwort:
Mit 4 Jahren hab ich Schach spielerisch gelernt und hatte anschließend das große Glück in einer Schachschule und einem Verein viel Förderung und Unterstützung zu erhalten. Meine Schulzeit begann an der Otto-Dix-Grundschule in Gera, anerkannte Schachschule seit vielen Jahren, die eng mit dem Schachverein ESV Gera zusammenarbeitet. Besonderer Dank gilt hier meinem ersten Trainer, Dieter Hilbig vom ESV Gera, der sich sehr um mich bemüht hat. So konnte ich bisher 3 mal in den Altersklassen U8, U10 und U12 Thüringer Meister werden sowie dieses Jahr schon zum 4. Mal an der Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaft in Willingen teilnehmen. Auch im Schulschach haben wir es mehrfach zur Deutschen Meisterschaft (Grundschulen) geschafft und waren dort 2015 Dritter!
In meinem Heimatverein spiele ich seit 2 Jahren in der 1. Mannschaft Thüringenliga. Fast hätte es dieses Jahr für den Aufstieg in die Oberliga gereicht.
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