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Mittwoch, 19. September 2018
Organisationsteam

Turnierdirektor


Bernd Vökler
info@eytcc2018.de


Hauptschiedsrichter


Klaus Deventer


Medien, Webseite, Fotos, Videos, IT


Klaus Steffan
admin@eytcc2018.de


Transfer, Zimmer, Logistik


Klaus Wiemann
eytcc2018log@web.de


Anmeldung, Finanzen


Anja Gering


Öffentlichkeitsarbeit, Kommentierung


Jonathan Carlstedt


Öffentlichkeitsarbeit


Julia Marie Mätzkow


Liveübertragung / Livestream


Helmut Schumacher


Partieerfassung


Thomas Rondio



Übersetzungen


Tiemon Neumann






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Bernd Vökler


Bundesnachwuchstrainer des Deutschen Schachbundes seit 2003
Ausgebildeter Mathematik- und Physiklehrer aus Thüringen
Aufgabe im Team: Turnierdirektor

Seit 15 Jahren sind Sie Bundesnachwuchstrainer des DSB – Hat der Aufgabenbereich dort einen Einfluss wie Sie das Turnier vorbereiten werden? Nehmen sie aus diesen Erfahrungen, etwas auf die Organisation mit? Ihre schachlichen Wege haben in Thüringen gestartet, steht dies im Zusammenhang mit dem Austragungsort?

Ich war langjähriger Bundesjugendtrainer von Thüringen. Jährlich haben wir die Thüringer Jugendmeisterschaft an der Sportschule Bad Blankenburg ausgeführt. Somit kannte ich die räumlichen Gegebenheiten schon sehr gut. Besonders gefreut hat mich, dass vor ca. 10 Jahren alles renoviert wurde. So können wir den Teilnehmer nun schöne Räumlichkeiten bieten.

Wie ist der Übergang vom „aktiven“ Trainer zum „passiven“ Organisatorischen?
Die Bezeichnungen aktiv und passiv sind falsch. Als Organisator muss ich teilweise mehr machen, denn als Trainer. Gerade in der heißen Phase der Vorbereitungen, ca. 3Wochen vorher, bin ich mindestens einmal in der Woche zum Hotel gefahren, um alles abzusprechen. Es musste jede Eventualität durchgesprochen und dafür Lösungen gefunden werden.

Welche besonderen Herausforderungen gibt es?
2014 haben wir uns beworben, natürlich schon mit dem Austragungsort Bad Blankenburg. 2016 kam dann die Zusage und 2017 wurden wir gefragt, ob wir auch noch ein U12 Turnier mitaufnehmen. Da diese Bestimmung relativ neu sind, haben wir nur ein kleines Teilnehmerfeld in der U12. Die Länder haben auch gar keine Kontingente für die U12 eingeplant, da es viel zu kurzfristig war, deshalb gibt es einige Länder, die mit U18 Mannschaften angereist sind, aber auf die schnelle keine U12-Mannschaft generieren konnten.
Die Live-Übertragung läuft leider nicht richtig, obwohl schon alle Hebel in Bewegung gesetzt wurden, um das Problem zu lösen. Leider ist es das was nach Außen sehr unschön zu betrachten ist.



Klaus Deventer



Vizepräsident Sport des DSB und stellvertretender Präsident
Aufgabe im HGW-Team: Hauptschiedsrichter

Sie haben als Schiedsrichter schon sehr viele Erfahrungen (das bedeutendste Beispiel wären stv. HSR bei der Schacholympiade 2008, HSR bei der Blitz- und Schnellschach-WM 2015 und beim Kandidatenturnier 2018). Welche Motivation haben Sie, dieser Tätigkeit nachzugehen?

Es macht mir Spaß, mit einem Team von qualifizierten Fachleuten möglichst geräuschlos für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Ein Schachturnier ist ein komplexes System. Es ist ja nicht damit getan, Schachbretter und Uhren auszubauen. Die meiste Arbeit spielt sich im Hintergrund ab und wird von den Spielern erst dann wahrgenommen, wenn etwas nicht klappt. Daneben ist es auch ein Erlebnis, Weltklassespielern hautnah bei der Arbeit zuzuschauen. Gerade beim Kandidatenturnier in Berlin gab es eine Vielzahl phantastischer Partien. Es war schon etwas Besonderes, das praktisch aus der ersten Reihe verfolgen zu können.

Gibt es noch neue Herausforderungen oder ist alles Routine?
Eine Mischung aus beidem. Jedes Turnier hat seine eigenen Herausforderungen und Probleme. Hier in Bad Blankenburg habe ich beispielsweise zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ein Jugend- und Kinderturnier geleitet. Es liegt auf der Hand, dass bei Kindern noch mehr Fingerspitzengefühl gefragt ist, als etwa bei einer Bundesligarunde. Auch die Vorgaben wegen der Bekämpfung des Betrugs mit elektronischen Hilfsmitteln kurz „Cheating“ genannt, sind etwas, womit wir alle erst lernen müssen, umzugehen.

Wie werden sprachliche Hürden überwunden?
Das ist kein Problem. Die internationale Turniersprache ist „bad English“ und das spreche ich leidlich.

Sie sind Jurist. Hilft Ihren Ihr beruflicher Hintergrund, in einem Turnier Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen?
Ich glaube ja. Die anzuwendenden Regeln sind ja nichts anderes als Rechtssätze, also eine Art Gesetz. Wie Gesetze muss man auch die verschiedenen Schachregeln anwenden und dazu gelegentlich auch auslegen. Oft muss man, nachdem man beide Seiten gehört hat, versuchen, die Wahrheit zu finden. Und man muss seine Entscheidung nachvollziehbar begründen. All das unterscheidet sich nicht prinzipiell von der Tätigkeit eines Berufsrichters. Und auch das Durchsetzen einer Entscheidung ist einfacher, wenn man vorher sauber gearbeitet hat und man das Prinzip beherzigt, dass die getroffene Entscheidung nicht mehr zur Diskussion oder gar zur Disposition steht. Dafür gibt es Protestinstanzen.

Sie sind einer von nur zwei Internationalen Schiedsrichtern der FIDE A-Kategorie. Was würden Sie ihrem Schiedsrichterteam mit auf dem Weg geben?
Ich muss meinem Schiedsrichterteam nichts mit auf den Weg geben. Ich durfte es mir selbst zusammenstellen und habe erfahrene, kompetente und nette Kolleginnen und Kollegen ausgewählt, von denen ich weiß, dass ich mich auf sie verlassen kann. Vielleicht können sie von meiner Erfahrung ein bisschen profitieren und vielleicht agiert es sich leichter, wenn man weiß, dass ich zur Not helfen kann. Aber es verstehen alle ihr Handwerk und sollen deshalb auch ohne detaillierte Vorgaben die anfallenden Fragen regeln. Ich habe mir lediglich vorbehalten, über die Bestrafung mit Partieverlust selbst zu entscheiden. Das war glücklicherweise noch nicht erforderlich.

Der Beruf und die ehrenamtlichen Tätigkeiten benötigen viel Liebe, Zeit und Hingabe, wie finden Sie da noch Zeit das Schachhobby selbst auszuleben?
Ehrlich gesagt so gut wie gar nicht. Ich spiele ganz selten mal einen Mannschaftskampf und etwas öfter auf dem ChessBase-Server ein paar Blitzpartien.

Sie sind persönlich so von dem Schachspiel begeistert, konnten Sie diese Begeisterung an Ihre zwei Söhne weitergeben?
Ja, bei spielen bei Dortmund-Brackel. Zwar ohne großen Ehrgeiz, aber es macht ihnen Spaß und darauf kommt es doch letztlich an.


Klaus Wiemann



Beruf: Senior Projekt Manager
Aufgabe im Team: Organisation, Logistik, Zimmer, Transfer

Sie haben schon mehrere Turniere organisiert (z. B.: Deutsche Vereinsmeisterschaft Mannschaftsturnier in Lichtenfels-Schney 2013), welche Erfahrungen nehmen Sie davon mit?

Jedes Turnier hat seine Eigenheiten mit Lerneffekt. Die Freude und die strahlenden Augen der Kinder und Jugendlichen sind die schönsten Erfahrungen aller Turniere.

Es sind mehrere Artikel von Ihnen im Internet zu finden (z. B.: https://www.schachbund.de/news/ecu-european-school-chess-championship-2016.html). Welche Hürden sehen Sie bei der Organisation?

Flexibilität, Ruhe, Gelassenheit und Engagement lassen alle Hürden überwinden, sofern es welche geben sollte. Derzeit sehe ich keine.

Sehen Sie es als Vorteil, des Öfteren mit Klaus Steffan zusammengearbeitet zu haben?
Ich arbeite sehr gerne mit Menschen zusammen, welche meine persönlichen höchsten Ansprüche teilen. Und da gehört Klaus Steffan zweifellos dazu!

Wie sind Sie zum Schach gekommen?
Als Jugendlicher spielte ich mit Schulkameraden und löste die Aufgaben in der Tageszeitung. Meine Kinder haben diese Erinnerungen wieder zum Leben erweckt.

Erfüllt es einen Vater mit Stolz, ein Hobby mit seinen Kindern teilen zu können? Wie unterstützen Sie sie?
Als Organisator, Logistiker, Coach, Seelentröster und natürlich auch als Financier bin ich mit von der Partie und teile mit Stolz sowohl die Freude als auch die traurigen Schachmomente mit meinen Kindern, von Freizeitturnieren über Landesmeisterschaft bis zur Weltmeisterschaft.


Jonathan Carlstedt



IM, Schachtrainer, Schachbuchautor, Manager von Dmitrij Kollars, Journalist, spielt für den Hamburger SK
Aufgabe im HGW-Team: Öffentlichkeitsarbeit

Ihr Alltag ist sehr von Schach belegt. Welche Erfahrungen haben Sie bis jetzt gemacht und welche würden Sie gerne in die Vorbereitung miteinfließen lassen?

Es stimmt, Schach ist ein wichtiges Element in meinem Leben. Neben dem VMCG-Schachfestival,, dem HSK-GM-Turnier habe ich auch Veranstaltungen organisiert wie „10 gegen Lüneburg“. Zudem war ich letztes Jahr beim großartigen Frauenschachfestival in Erfurt an der Seite von Thomas Pähtz im Organisationsteam. Außerdem habe ich für diverse Zeitungen geschrieben und war eine Zeit lang auch Berichterstatter des Deutschen Schachbundes über die Nationalspieler. Mein Hauptberuf ist jedoch immer noch der des Schachtrainers und auf meine Schüler, von denen einige auch bei der eytcc spielen, bin ich wirklich stolz! Diese Passion für den Schachsport und meine bisherigen Erfahrungen hoffe ich in die Arbeit die vor uns liegt einbringen zu können und vor allem hoffe ich aus dem Turnier und den Vorbereitungen darauf wieder neues Wissen zu ziehen, neue Menschen kennen gelernt und neue Freundschaften geschlossen zu haben.

Sie haben viele Turniere mitgespielt (auch im Ausland: Ungarn, Spanien, Russland und noch viele mehr) was hat Ihnen dort besonders gut gefallen und was möchten Sie in Ihre Arbeit übertragen?

Ich habe eine sehr genaue Vorstellung davon, wie das „perfekte“ Turnier aussehen sollte und das Ziel ist es natürlich die eytcc zu so einem Turnier zu machen. Allerdings ist man manchmal Häuptling und manchmal ein einfacher Indianer. Bernd Vökler hat viel Arbeit und wird noch viel Arbeit in dieses Event investieren, mein Ziel ist es für ihn ein guter Indianer sein zu können.
Was mir bei meinen vielen Turnieren rund um die Welt aufgefallen ist, zuerst allgemein, ist dass nur weil eine Regierung einem (oder vielleicht auch nur mir) nicht gefällt, es noch lange nicht heißt, dass die Menschen vor Ort nicht großartig sind. Das musste ich immer wieder feststellen. Konkret für Schachturniere bedeutet das, dass wenn wir unseren Schachfreunden gegenüber freundlich und offen auftreten, dann kommt das auch so zurück. So herzlich wie ich eigentlich bei jedem Turnier aufgenommen wurde, wodurch sich viele gute Freundschaften entwickelt haben, so möchte ich, dass sich die Spieler, Betreuer, Trainer und Eltern auch im Juli in Bad Blankenburg fühlen.

Dürfen wir uns auf Analysen von Ihnen (ELO: 2400) während des Turniers freuen?

Da ich inzwischen seit fast 10 Jahren als Schachtrainer arbeite, muss ich zuerst meine Erfahrung schildern, dass nicht jeder meine Analysen mag :-) Derzeit wird über eine Live-Kommentierung während des Turniers nachgedacht und da ich gerne und viel rede und im Vergleich zu anderen Themen von Schach sogar etwas verstehe, freue ich mich darauf das Turnier eventuell für die Außenwelt kommentieren zu dürfen. Hinzu kommen natürlich die täglichen Berichte und auch hier darf natürlich Schach, also die konkreten Partien, nicht fehlen :-)


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